Kulturmeilenfest 2018

Bands gesucht für das Café International

Café-International am 29. September 2019 rund um den Flandernbunker
Musikbands können sich jetzt für Auftritt bewerben

 Am 29. September veranstaltet der Verein Mahnmal Kilian rund um den Flandernbunker das 2. "Café International" - diesmal im Rahmen des Kulturmeilenfestes rund um den Nord-Ostseekanal. Über 600 Besucher hatte das 1.  "Café International" im vergangenen Jahr, das als buntes Fest der Völkerverständigung auf der gesamten Bunkerinsel in der Wik gefeiert wird. Gute interkulturelle Musik und viele Mitmachaktionen können bei freiem Eintritt erlebt werden. Alle Besucher haben nur eine Aufgabe: Sie sollen Essen und Trinken mitbringen sowie die Bereitschaft, dies bei guten Gesprächen mit anderen zu teilen.

Für das musikalische Bühnenprogramm werden jetzt Bands und auch Einzelinterpreten gesucht, idealerweise mit interkultureller Ausrichtung. Für die Auftritte kann eine Aufwandspauschale von 150 Euro je Band gezahlt werden. Das Projekt wird unterstützt durch den Förderfonds Zusammenhalt stärken - Teilhabe sichern des Kieler Referats für Migration. Bewerbungen mit einem Link auf musikalische Beispiele und Angaben zur Band werden erbeten an den Verein Mahnmal Kilian, Kiellinie 249, 24106 Kiel oder per e-Mail an info@Kriegszeugen.de.

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Mahnmal Kilian e.V. auf der Messe KunstStücke

Vom 15. bis 17. Februar 2019 fand die Messe Kunststücke im Ostseekai statt, auf der Schulen aus Schleswig Holstein ihre Kunst und Kulturprojekte vorgestellt haben. Wir waren mit mit einem eigenen Stand dabei und haben unsere Projekte präsentiert, die in Zusammenarbeit mit Schülern der Hebbelschule entstanden sind.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für Ihr Interesse!

Wir sind sehr an weiteren Partnerprojekten mit Schulen aus Schleswig-Holstein interessiert und bieten auch Workshops an, in denen sich Jugendliche mit dem Themenbereich NS-Zeit auseinandersetzen. Dazu setzen wir auch kreative Methoden ein, wie Schreiben, Malen und Erzählen.

Neugierig geworden? Sie erreichen uns telefonisch oder per E-Mail.

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Führung durch den Bunker

Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.

Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

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Nazi?

War mein Opa Nazi?

Kunstausstellung

1. September 2019 bis 31.März 2020

80 Jahre seit 1939 #80seit39

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum achtzigsten Male. Zwei Generationen ist es her, dass Deutsche Truppen Polen überfallen haben und auf der Danziger Westerplatte der Zweite Weltkrieg begann. Diese lange Zeit bedingt auch, dass die Menschen heute keinen Zusammenhang mehr zwischen ihrem Leben und dem Leben ihrer Vorfahren, die damals daran beteiligt waren, sehen. Und doch hängt alles zusammen. Wenn heute 70% der Deutschen meinen, dass ihre Vorfahren nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hatten, gleichzeitig aber 90% der Deutschen damals das Hitlerregime unterstützt haben, besteht da doch eine Schieflage, oder nicht?

Eintritt 4/3 Euro

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Urkatastrophe - Der Erste Weltkrieg und Kiel

Ausstellung

verlängert bis zum 18. August 2019

Facetten des Krieges: Die Rolle Kiels, Politik, Medien, Kirche, Schlachten, Gefangene, Kunst und Literatur, persönliche Feldpostbriefe und Fotografien.

Als Parallele zu den Ausstellungen zum Matrosen- und Arbeiteraufstand von 1918 zeigt der Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker den Krieg - den Weg dieser sogenannten "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", der die Menschen am Ende für ihre Rechte auf die Straße gehen ließ.

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Mahnmal Kilian e.V. gibt sowjetischen Zwangsarbeitern nach 70 Jahren endlich ein Gesicht

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar hat der Verein Mahnmal Kilian heute auf dem Kieler Nordfriedhof bislang unbekanntes Aktenmaterial zu 31 ehemaligen sowjetischen kriegsgefangenen Zwangsarbeitern an die Friedhofsleitung und das Kieler Stadtarchiv übergeben. Zu der symbolischen Übergabe waren zahlreiche MedienvertreterInnen erschienen.

Die Toten sind seit 1949 anonym auf diesem Friedhof bestattet. Sie waren bei einem Bombenangriff auf die Kieler Werften in ihrem Barackenlager am Speckenweg in Kiel- Dietrichsdorf am 23. Juli 1944 umgekommen. Als Zwangsarbeiter durften sie keine Bunker oder Luftschutzkeller aufsuchen. Damit kann nun zumindest einigen der insgesamt 209 dort bestatteten sowjetischen Kriegsgefangenen endlich ein Name zugeordnet werden.

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Wann Krieg beginnt

Vortrag von Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel

Dienstag, 10. September 2019, 19.00 Uhr

80 Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschen Reichs gegen Polen wirft Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel in ihrem Vortrag “Wann Krieg beginnt” einen Blick auf die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg und zieht Parallelen zur aktuellen Situation. So weist sie etwa auf die Rolle der Medien hin, die gruppengebundenes Verhalten prägen können und zitiert etwa Karl Kraus: "Invalide waren wir durch die Rotationsmaschinen, ehe es Opfer durch Kanonen gab!“. 

Als praktizierende Psychoanalytikerin liefert Klingenburg-Vogel Erklärungsmodelle, die auch auf das Erstarken rechtsradikaler Gruppen ein Licht werfen können: "Die Sehnsucht nach Übereinstimmung mit den Mächtigen, die im Unbewussten die Elternposition einnehmen, entspricht letztlich dem Bedürfnis nach Abhängigkeit und Geliebtwerden. Eigen-Ständigkeit kann deshalb schuldhaft als „böse“ erlebt werden. Kritisches, differenzierendes Denken bedeutet, psychische Arbeit gegen den regressiven Sog des Mainstreams durch eine unabhängige Position auf sich zu nehmen." 

Für Klingenburg-Vogel beginnt "Vorkrieg" aber auch weit außerhalb unserer "bürgerlichen" Welt, insbesondere durch die kriegsähnlichen Zustände in den ärmsten Ländern der Welt hin, die sich irgendwann gegen die Armut wehren müssen und damit auch gegen ihre Ausbeuter, sich also gewissermaßen schon in einem „Vorkrieg“ befinden. Die weitere zentrale damit einhergehende Frage ist, wie Frieden in einer solchen Situation entstehen kann. Im an den Vortrag anschließenden Gespräch werden mögliche Lösungen beleuchtet, die auch unsere aktuelle Situation in Europa zum Thema haben werden. 

Eintritt frei - Spenden erbeten

 

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Wiedersehen nach 75 Jahren

Warthegau-Schüler trifft seine ehemalige Kieler Lehrerin im Flandernbunker

Sa, 20.Juli, 16 Uhr

2008 veröffentlichte Ingelene Rodewald ein Buch über ihre Zeit als junge Lehrerin im besetzten Polen. Es endet mit einem Bericht über ein Massaker, dem 1945 ihre deutschen Schüler samt deren Angehörigen zum Opfer fielen. Wie sich jetzt herausstellte, haben zwei der Schüler durch rechtzeitige Flucht überlebt. Einer von ihnen, Herbert Geßwein, sowie der Sohn seines inzwischen verstorbenen Bruders Horst besuchen die alte Lehrerin jetzt im Kieler Flandernbunker.

Ingelene Rodewald als junge Lehrerin

Im März 1942 hatte Ingelene Rodewald ihre Erste Lehrerprüfung in Hamburg bestanden und wurde zum 1. April ins besetzte Polen geschickt, um Kinder von dort lebenden sogenannten Volksdeutschen und Umsiedlern zu unterrichten. Ihre Schule war ein leeres Gutshaus im Dorf Zarbysewo, das nach dem deutschen Überfall 1939 in Reichelsfelde umbenannt worden war. Es war eine einklassige Schule mit 25 Schülern. Sie wurden alle in einem Raum unterrichtet, was zu einer starken, fürsorglichen Gemeinschaft führte, weil sich alle gegenseitig halfen. Unter ihnen waren auch Horst und Herbert Geßwein, die schon seit Generationen dort gelebt hatten. Ihr Vater war der Bauernführer des Dorfes. Herbert besuchte die dritte Klasse, Horst die Oberstufe.

Georg Rodewald holte sie im September 1944 nach Kiel zurück und heiratete sie, als die sowjetischen Soldaten schon an der Weichsel standen. Es war gerade noch rechtzeitig - wenige Monate später waren Ingelene Rodewalds Schüler und Familien auf dem Schulhof erschlagen und verscharrt worden, 200 Menschen - ein Racheakt für das Leid, das Nazi-Deutschland im Osten angerichtet hatte. Jahrzehnte später schrieb Rodewald ein Buch über ihre Zeit in Polen, das mit dem Entsetzen über den Tod ihrer Schüler endet. Sein Titel: "... und auf dem Schulhof stand ein Apfelbaum".

Jetzt gelangte das Buch in die Hände von einst Betroffenen, denn es gab 1945 wohl doch Überlebende des Massenmords. Die Mutter von Horst und Herbert Geßwein war mit ihren Söhnen rechtzeitig geflüchtet und konnte so einige Leben retten. Der jüngere Bruder aber, Herbert Geßwein, macht sich am kommenden Sonnabend von Brandenburg aus auf nach Kiel, um seine ehemalige Lehrerin zu besuchen. Zusammen mit Bodo, dem Sohn seines 2012 verstorbenen Bruders Horst, will er im Flandernbunker über seine Schulzeit berichten. In einer spontanen Sonderveranstaltung wollen sie ihre Erinnerungen austauschen und Interessierten davon öffentlich berichten. 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Flandernbunker
Kiellinie 249
24109 Kiel

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Ein Tropfen Blut fürs Vaterland

Die Tagebuchauszüge und Berichte von Oswald Bölcke, Hermann Göring, Max Immelmann und Manfred von Richterhofen, den vier „Fliegerhelden“ des Ersten Weltkriegs, nahmen die Zuschauer mit in die Vergangenheit. Die Kriegsbegeisterung fasziniert und verstört zugleich.

Impressionen des Abends zum Nachlesen

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