Novemberführung durch den Bunker

So, 3. November 2019, 11.30 Uhr

Führung durch den Flandernbunker zur Kieler Kriegsgeschichte mit Dr. Henning Repetzky.

Eintritt 4/3 Euro
Kosten für die Führung 2 Euro

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Mahnmal Kilian e.V. gibt sowjetischen Zwangsarbeitern nach 70 Jahren endlich ein Gesicht

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar hat der Verein Mahnmal Kilian heute auf dem Kieler Nordfriedhof bislang unbekanntes Aktenmaterial zu 31 ehemaligen sowjetischen kriegsgefangenen Zwangsarbeitern an die Friedhofsleitung und das Kieler Stadtarchiv übergeben. Zu der symbolischen Übergabe waren zahlreiche MedienvertreterInnen erschienen.

Die Toten sind seit 1949 anonym auf diesem Friedhof bestattet. Sie waren bei einem Bombenangriff auf die Kieler Werften in ihrem Barackenlager am Speckenweg in Kiel- Dietrichsdorf am 23. Juli 1944 umgekommen. Als Zwangsarbeiter durften sie keine Bunker oder Luftschutzkeller aufsuchen. Damit kann nun zumindest einigen der insgesamt 209 dort bestatteten sowjetischen Kriegsgefangenen endlich ein Name zugeordnet werden.

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Wir errichten das erste Kieler Friedens-Denkmal Mach mit!

Wir haben das erste Kieler Frie­dens-Denk­mal errichtet. Es steht seit September 2015 direkt vor dem Flandernbunker und soll anregen, über unseren Umgang mit Waffen und Krieg nachzudenken. Daher sammeln wir jegliches Kriegsspielzeug in diesem drei Meter hohen Denkmal aus Glas. 

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Nazi?

War mein Opa Nazi?

Kunstausstellung

1. September 2019 bis 31.März 2020

80 Jahre seit 1939 #80seit39

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum achtzigsten Male. Zwei Generationen ist es her, dass Deutsche Truppen Polen überfallen haben und auf der Danziger Westerplatte der Zweite Weltkrieg begann. Diese lange Zeit bedingt auch, dass die Menschen heute keinen Zusammenhang mehr zwischen ihrem Leben und dem Leben ihrer Vorfahren, die damals daran beteiligt waren, sehen. Und doch hängt alles zusammen. Wenn heute 70% der Deutschen meinen, dass ihre Vorfahren nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hatten, gleichzeitig aber 90% der Deutschen damals das Hitlerregime unterstützt haben, besteht da doch eine Schieflage, oder nicht?

Eintritt 4/3 Euro

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Lait noir du matin

 

Sa, 9. November 2019, 17-21 Uhr

Hinweis: Die Performance dauert vier Stunden. In diesem Zeitraum kann man jederzeit kommen und gehen.

this honourable fish & Max Kuiper

„Lait Noir Du Matin“ - ein elektro-akustisches environment über die Todesfuge von Paul Celan

Anja Kreysing und Helmut Buntjer (this honourable fish) realisieren live im Flandernbunker an der Kiellinie eine Performance zu Paul Celans Todesfuge.
Gemeinsam mit dem niederländischen Klangkünstler Max Kuiper lassen sie eine subtile Klangwelt entstehen, die den gesamten begehbaren Innenraum des Bunkers erfüllt. Mit Hilfe alter Radios, an verschiedenen Stellen im Bunker sichtbar und unsichtbar platziert, werden je nach Standpunkt der Besucher*innen Geräusche, Musik und Fragmente der Todesfuge erlebbar.
An zentraler Stelle im Bunker wird das Ensemble „this honourable fish“ den Soundtrack dazu erschaffen. Posaune und Akkordeon bieten hier die Basis. Die Instrumente werden auf vielfältige Weise elektronisch verändert und moduliert, es entstehen suggestive Klangbilder, der Klang wird spürbar.
Der gesamte Bunker wird so zu einer begehbaren Klangskulptur, die dem erschütternden Meisterwerk Celans einen angemessenen Rahmen gibt und die auch dem Denkort Bunker in seiner wirklichen Bedeutung als Mahnmal gerecht wird.

Der Lyrik Celans will diese Performance nichts entgegenstellen, sondern vielmehr ihre Kraft verstärken und letztlich die teilnehmenden Menschen in ihrer Seele erreichen.
Die Erschütterung, die Paul Celan beim Verfassen seines Werkes gespürt haben muss, soll für das Publikum sinnhaft erfahrbar werden.

Von und mit:

Anja Kreysing – Akkordeon, Elektronic, Stimme
Helmut Buntjer – Posaune, Elektronik, Stimme
Max Kuiper (NL) – Radios, Transmitter, Recordings

Eintritt frei

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein, der Landeshauptstadt Kiel und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

 

 

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