Flucht im Zweiten Weltkrieg

Filmprojekt mit Zeitzeugen von Schülerinnen und Schülern der Hebbelschule

15.Dezember 2016 bis 23. April 2017

Kooperationsprojekt von Hebbelschule und Verein Mahnmal Kilian/Flandernbunker

Gefördert aus Mitteln von "Schule trifft Kultur" des Landes Schleswig-Holstein, dem Alumni-Verein der Hebbelschule und der Brunswiker Stiftung.

Flan­dern­bun­ker, Kiel­li­nie 249, 24106 Kiel

Mo-​Fr 11-​15 Uhr
So 11-​17 Uhr

Ein­tritt 4,- €, er­mä­ßigt 3,- € 

Krieg ist kein Kinderspiel

Kriegsspielzeug gehört nicht in Kinderhände, sondern in unser Friedens-Denkmal! Jede/r der/die Kriegsspielzeug hier einwirft, nimmt an einer Verlosung teil!

Täglich von 11-15 Uhr, außer samstags

Gewinner fliegen über Kiel

Die Tombolagewinner bei unserer Friedensdenkmalaktion hatten bei schönstem Sonnenschein Gelegenheit Kiel von oben zu sehen. Mit dem Fluglehrer Heinz Horak starteten sie zu einem Rundflug über die Förde, die Stadt und das Kieler Umland. Begeistert und froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, berichteten sie von tollen Ausblicken und komischen Bauchgefühlen bei Luftlöchern.

Das Brot der Verfluchten

Dr. Jürgen Strasser liest Paul Tillard

30.Januar 2017, 19 Uhr

Paul Tillard lebte von 1914 bis 1966. Er wurde 1942 als Mitglied der Résistance verhaftet, nach Mauthausen und Ebensee deportiert, wo er in der Widerstandsgruppe aktiv war und schwere Verletzungen erlitt. Er war als Häftling für die Brotverteilung innerhalb der lagerinternen Widerstandsgruppe zuständig. Der Auftrag, Rationen von Häftlingen, die während des Tages verstorben sind, auf andere Häftlinge aufzuteilen, stellte ihn vor einen schweren Gewissenkonflikt. Später gelangt er jedoch selbst in die Notlage, von Hilfsrationen abhängig zu sein, und er muss erkennen, dass ein russischer Mitgefangener für ihn gestorben ist, indem er auf die eigene Ration zu seinen Gunsten verzichtet hat. Der autobiografische Roman zeichnet ein beeindruckendes Bild von der Solidarität verschiedener europäischer Häftlingsgruppen. Nach Kriegsende war Tillard u.a. Korrespondent  in Peking für Ce Soir und L’Humanité Dimanche. Er wurde nach Kritik an der Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn aus der KP ausgeschlossen, ab 1956 veröffentlichte er Romane, für die er angesehene Preise erhielt, u.a. den Prix Eve Delacroix.

Die einfühlsame deutsche Übersetzung von Dr. Jürgen Strasser trägt dabei erheblich zum Verständnis dieser Zeit bei.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Centre Culturel Français in Kiel statt.

Ein­tritt 4,- €, er­mä­ßigt 3,- €

Flan­dern­bun­ker, Kiel­li­nie 249, 24106 Kiel
0431 2606309

Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.
Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

Treffpunkt: Blauer Büro-Container neben dem Bunker. Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik, Kiellinie 249, Eingang Marinehafen. 
Eintritt: 
€ 4,- (ermäßigt € 3,-)
Eintritt für Gruppen ab 10 Personen: € 3,-/Person

Kosten für Führungen: 2,- €

Im Anschluss an die monatlichen Führungen können die aktuellen Ausstellungen besucht werden.

Sonderführungen für Schulklassen, Reisegruppen u.a. sind nach Absprache jederzeit möglich - auch in Fremdsprachen und zu weiteren Themenschwerpunkten.

Führung (bis 25 Personen): € 30,- plus Eintritt
Führung für Schulklassen: € 30,-, inklusive Eintritt 
Sonntagsführung: € 2,- plus Eintritt

Mitglieder des Vereins Mahnmal Kilian e.V. haben unter Vorlage des Mitgliederausweises freien Eintritt. 

Anmeldungen für größere Gruppen und Vereinbarung individueller Führungstermine über die Geschäftsstelle (Tel.: 04 31 / 26 06 309) oder Dr. Henning Repetzky (Tel.: 04 31 / 9 32 11).
Nähere Einzelheiten unter Kontakte.

 
Laufende Ausstellungen:

Richard Grune - Passion des XX.Jahrhunderts 

100 Jahre Erster Weltkrieg V - Gefangen im Krieg

Unbequeme Denkmäler - Heldenverehrung oder Mahnmale?

Bunker, Bomben, Menschen - Der Bombenkrieg in Kiel 

Heimatfront - Die Kieler Festungsanlagen

100 Jahre Erster Weltkrieg, Teil VI

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 22.Januar,  11 Uhr

Eröffnungsrede: Prof. Dr. Sebastian Barsch, Historisches Seminar der CAU
Dr. Jens Rönnau, Vorsitzender Verein Mahnmal Kilian 

Mit der Bestimmung Kiels zum Reichskriegshafen im April 1871 setzte eine kontinuierliche Aufrüstung ein, in deren Folge rund um die Förde gewaltige Befestigungs-, Kasernen- und Versorgungsanlagen entstanden. Die letzte Initiative galt dem Aufbau eines ausgeklügelten Luftabwehrsystems, das die Kaiserliche Marine im Sommer 1918 -  der Krieg war längst verloren – in Dienst nehmen konnte.

 

Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel

0431 2606309 

Gefangen im Krieg

100 Jahre Erster Weltkrieg, Teil V

verlängert bis 15.Januar 2017

 Wie kamen deutsche Kriegsgefangene nach Japan und wie muslimische Kriegsgefangene nach Deutschland?

Die erste Moschee auf deutschem Boden entstand in einem Kriegsgefangenlager, in Japan ist bis heute zu Neujahr Beethovens »Ode an die Freude« zuhören.

Der Frage, warum das so ist,  geht die Ausstellung von Eva-Maria Karpf und Peter Janocha nach. Mit interessanten Aspekten zu beiden Ländern wird die Situation der deutschen/schleswig-holsteinischen Kriegsgefangenen in Tsingtao und die der muslimischen Kriegsgefangenen in Zossen/Brandenburg beleuchtet.

Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel

Mo-Fr 11-15 Uhr
So, 11-17 Uhr 

Eintritt 4,-€, ermäßigt 3,-€

 

20 Jahre Verein Mahnmal Kilian e.V.

Zahlreiche Politiker, Vertreter der Gedenkstätten und Kultureinrichtungen waren unter den über 100 Besucherinnen und Besuchern zur gedenkenden Feier des 20-jährigen Bestehens des Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker. Zu diesem runden Geburtstag des 1995 gegründeten Vereins sprachen Landtagspräsident Klaus Schlie, Kulturministerin Anke Spoorendonk sowie Professor Dr. Dr. Gerhard Fouquet und Uta Körby für die Gedenkstätten Schleswig-Holstein.

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