Urkatastrophe - Der Erste Weltkrieg in Kiel

Workshops

Facetten des Krieges: Die Rolle Kiels, Politik, Medien, Kirche, Schlachten, Gefangene, Kunst und Literatur, persönliche Feldpostbriefe und Fotografien.                          

Als Parallele zu den Ausstellungen zum Matrosen- und Arbeiteraufstand von 1918 zeigt der Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker den Krieg - den Weg dieser sogenannten "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", der die Menschen am Ende für ihre Rechte auf die Straße gehen ließ. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel, der Christian-Albrechts-Universität, der Nordkirche, dem Landesbeauftragten für politische Bildung und zahlreichen Wissenschaftlern, Privatsammlern und Künstlern wurde diese vielfältige Ausstellung in den vergangenen Jahren vorbereitet und um Positionen aus Kunst und Literatur erweitert.
Dazu wird ein umfangreiches Begleit- und Vermittlungsprogramm angeboten.

W1

"Urkatastrophe"

Der Erste Weltkrieg, ein Überblick auf alle Themen der Ausstellung. Militär, Rüstung und Festungen in Kiel, die Fronten in West und Ost, Zeitzeugen, Kunst, Medien, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge.

W2

Der Weg in den Krieg

Verbündete, Gegner, Weltenbrand, Folgen. Von den Verstrickungen europäischer Mächte zur Ausbreitung über den Globus, Gefangene, Kriegsende, Friedensschlüsse, Demokratie und Faschismus.

W3

Die Rolle Kiels im Ersten Weltkrieg

Seit 1871 Reichskriegshafen und Rüstungsstandort wurde Kiel und die Förde zur Festungsstadt ausgebaut samt einem hochmodernen Luftwaffenstützpunkt. Zum Kampfschauplatz wurde die Stadt indes erst mit dem Revolutionsgeschehen im November 1918.

W4

Der persönliche Blick

Zeitzeugenschaften in Feldpost, Tagebüchern und Fotos. Millionen von Feldpostbriefen und Bildkarten wurden von den Schlachtfeldern nach Hause geschickt, viele Tagebücher geschrieben. Ausgewählte Beispiele geben Einblicke und Denkanstöße.

W5

Die Rolle der Kirche im Ersten Weltkrieg.

"Für Gott und Vaterland" lautete die Devise - gebetet wurde im Feld für den Sieg und den Tod des Feindes - auf jeder Seite. Heute befasst sich die Kirche auch selbstkritisch mit dieser Zeit. Doch ist die Verquickung von Religion mit Politik und Krieg heute wirklich Vergangenheit?

W6

Von der Kriegsbegeisterung zu Volksaufständen, Widerstand und Revolution

Für das noch junge Deutsche Reich zogen 1914 viele Tausende begeistert in den Krieg. Zermürbender Stellungskrieg, Millionen Tote und Hunger kippten die Stimmung, bis das Volk aufstand und seine Rechte einforderte.

W7

Soldateneid, Widerstand, Revolte, Traditionserlass, Menschenrechte

1918 / 2018. Seit alters her schwört der Soldat seinem Land den Eid treuer Gefolgschaft. Ungerechtigkeit, Hunger und menschenverachtende Politik führten 1918 zur Revolution - und zum Vorwurf der Desertion. Wie steht das im Verhältnis zur heutigen Rolle des Militärs und des einzelnen Soldaten?

W8

Der Blick der Künste auf den Krieg - einst und jetzt

Künstler und Schriftsteller wie Otto Dix, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Karl Kraus erlebten den Ersten Weltkrieg und geißelten ihn. Zahlreiche Denkmäler entstanden. Künstler wie Susanne von Bülow oder Clemens Richter blicken aus heutiger Perspektive auf jene menschgemachte Katastrophe.

W9

Vom Flandernbunker zum Marineuntersuchungsgefängnis

Eine Zeitreise zwischen dem Heldenepos des "Marinekorps Flandern", auf das ein früheres Denkmal und der Name des Flandernbunkers zurückgeht, und der Revolution, die 1918 mitten im "Reichskriegshafen" vor dem Marineuntersuchungsgefängnis begann.

W10

Tatort Kulturlandschaft - unterwegs mit "EMIL" und dem Verein Kulturerben in der Wik.

Tauchst Du gerne in andere Welten ein? Gehst Du gerne auf Spurensuche? Interessierst Du Dich für Deine Stadt und die Menschen, die in Deiner Stadt leben? Wir entdecken verborgene Welten und machen sie für andere sichtbar!

Die Workshops sind kostenfrei und dauern je nach individuellen Möglichkeiten 2 bis 4 Stunden.
Nach Absprache können Fahrtkosten erstattet werden.

Informationen und Anmeldungen beim Verein Mahnmal Kilian, Kiellinie 249, 24106 Kiel. Telefon: 0431 - 260 630 9 (Mo-Fr  11-15 Uhr, So 11-17 Uhr), e-Mail: , www.mahnmalkilian.de