Mein Opa war im Widerstand, men Vater war Nazi

Vortrag von Michael Legband

Montag, 14. Oktober, 19 Uhr

"Ich habe das alles zufällig und sehr, sehr spät erfahren", sagt der Journalist und ehemalige Pressesprecher der IHK Kiel. Sein Opa Julius Legband sen. war Bauunternehmer in Itzehoe und veröffentlichte kritische Handzettel und Postkarten gegen die Nationalsozialisten. Er wurde verhaftet und entkam seinem Todesurteil nur, weil er sich für geisteskrank erklären ließ. Derweil war sein ältester Sohn Julius Legband jun. Mitglied in der NSDAP und der SA, boykottierte jüdische Geschäfte und bedauerte Zeit seines Lebens, dass der Holocaust nicht vollendet wurde. Dessen Sohn Michael Legband setzt sich seit Jahrzehnten für das Itzehoer Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus ein - eine Generationengeschichte. Es ist ein sehr persönlicher Vortrag auf die Frage hin: "War mein Opa Nazi?" Diese Frage ist auch Grundlage der aktuellen Ausstellung im Flandernbunker, wo zehn Künstlerinnen und Künstlern zu diesem Thema aus ihrer eigenen Familiengeschichte heraus gearbeitet haben. 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Zurück